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Weltwiki · Fabelwesen
Wolpertinger
Wolpertinger sind äußerst seltene Fabelwesen, deren Erscheinung weitgehend den aus menschlichen Überlieferungen bekannten Darstellungen entspricht. Sie besitzen den Körper und die Größe eines Hasen, tragen jedoch zusätzlich Flügel und ein Geweih.
Wolpertinger können ein außergewöhnlich hohes Alter erreichen und mehrere hundert Jahre leben. Ihre geistigen Fähigkeiten entsprechen grundsätzlich denen eines Menschen. Aufgrund ihrer langen Lebensspanne können sie einen entsprechend großen Erfahrungsschatz ansammeln, bleiben in ihrer Persönlichkeit jedoch häufig vergleichsweise bodenständig.
Wolpertinger leben gewöhnlich als Einzelgänger und halten sich wie die meisten Fabelwesen von Menschen fern.
Kommunikation
Wolpertinger besitzen keine Telepathie und können daher nicht unmittelbar mit Menschen oder Wesen sprechen. Sie verstehen menschliche Sprache, sind jedoch selbst lediglich zur gewöhnlichen tierischen Kommunikation fähig.
Dadurch können sie sich problemlos mit anderen Tieren und Fabelwesen verständigen. Wie Fabelwesen im Allgemeinen können sie außerdem mit Naturgeistern kommunizieren.
Namen
Jeder Wolpertinger besitzt von Geburt an einen eigenen Namen, den er Außenstehenden üblicherweise nicht preisgibt.
Wird ein Wolpertinger von einem Menschen oder Wesen nach seinem Namen gefragt, erklärt er in der Regel lediglich, keinen zu haben. Dabei versucht er nicht, die Existenz seines Geburtsnamens bewusst zu verschleiern, sondern vermeidet es aus Höflichkeit, seinem Gegenüber mitzuteilen, dass ein Name existiert, dieser jedoch nicht für Außenstehende bestimmt ist.
Stattdessen können Wolpertinger von anderen Lebewesen einen neuen Namen erhalten. Besonders wenn sie sich einer Person verbunden oder zugehörig fühlen, können sie diesen Namen bereitwillig annehmen und mit Stolz tragen.
Das Geweih
Das Geweih eines Wolpertingers besitzt starke vitalisierende Eigenschaften. Wie bei einem Hirsch wird es in regelmäßigen Abständen abgeworfen und wächst anschließend erneut nach.
Die besondere Wirkung liegt im Hornmaterial selbst. Es muss daher nicht auf natürliche Weise abgeworfen worden sein, um verwendet werden zu können. Das Material kann unmittelbar gegessen werden und entfaltet anschließend für ungefähr eine Stunde seine Wirkung.
Während dieser Zeit werden die natürlichen Regenerations- und Heilungsprozesse des Körpers deutlich beschleunigt. Die Wirkung ist damit wesentlich kurzfristiger als beispielsweise die lebensverlängernde Wirkung von Einhornstaub und beeinflusst nicht dauerhaft die natürliche Lebensspanne.
Nach ungefähr einer Stunde klingt die Wirkung wieder ab, ohne dass daraus zusätzliche Erschöpfung oder andere negative Folgen entstehen. Weitere Einnahmen können den Effekt erneut aufrechterhalten, verstärken ihn jedoch nicht über seine gewöhnliche Wirkung hinaus.
Aufgrund seiner heilungsfördernden Eigenschaften ist das Geweih von Wolpertingern entsprechend begehrt und wertvoll.
Einfluss auf Pflanzen
Wolpertingern wird eine besondere Verbindung zu Wachstum und Vitalität zugeschrieben. Ihre bloße Anwesenheit wirkt sich positiv auf die Pflanzenwelt ihrer Umgebung aus, ohne dass sie diese Wirkung bewusst hervorrufen müssen.
Pflanzen wachsen in ihrer Nähe schneller und kräftiger, können größere Blüten ausbilden und vollere Früchte hervorbringen. Der Einfluss beschränkt sich dabei nicht ausschließlich auf die unmittelbare Umgebung des Wolpertingers. Bereits seine Anwesenheit in einem Garten kann dessen gesamte Pflanzenwelt begünstigen. Hält sich ein Wolpertinger über längere Zeit in einem größeren natürlichen Gebiet auf, kann selbst ein ganzer Wald von seinem Einfluss profitieren.
Verlässt der Wolpertinger das Gebiet, endet diese besondere Förderung. Die Pflanzen behalten jedoch den bis dahin erreichten gesunden Zustand und entwickeln sich anschließend auf natürliche Weise weiter.